Mit diesem simplen Trick sparen Schnäppchenjäger bei Amazon bares Geld

Berlin, 4. Februar 2021. Amazon kennt jeder. 25,9 Milliarden Euro setzte der 1994 von Jeff Bezos gegründete Handelsriese 2020 allein in Deutschland um. So viel Umsatz machte kein anderer Händler. Was kaum jemand weiß: Mit einem simplen Trick können Amazon-Kunden beim Kauf von jedem zweiten Produkt bares Geld sparen. Was sie tun müssen und wieviel sie sparen können, erklärt das Verbraucherforum mydealz.

 

Was haben ein Verbandskasten fürs Auto, eine Handtasche von Tommy Hilifiger, ein sechzigteiliges Besteckset von Zwilling, After-Shave von Davidoff und ein Gaming-Headset von Razer gemeinsam? Alle Produkte bietet Amazon in Deutschland an und alle Produkte können Verbraucher günstiger auf einem anderen als dem deutschen Amazon-Marktplatz kaufen. Beim spanischen Amazon kosten 125 ml "Davidoff Cool Water After Shave Splash" beispielsweise nur glatte 17 Euro statt 26,95 Euro. Beim französischen Amazon können Verbraucher das Besteckset der Marke Zwilling für 104,99 Euro statt 155,55 Euro kaufen. Und wer die Tommy Hilfiger Damen-Handtasche „Honey Med Tote“ beim britischen statt beim deutschen Amazon bestellt, zahlt statt 146,36 Euro sogar nur 105,25 Euro.

 

Dass diese Preisunterschiede keine Ausnahme sind, zeigt eine Studie, die das Verbraucherforum mydealz durchgeführt hat. Die Shopping-Experten haben hierfür Ende Januar 1.000 Produkte unter die Lupe genommen, die beim deutschen Amazon in fünfzig verschiedenen Warengruppen jeweils die Top-20 der Bestseller-Listen bildeten. 903 dieser Produkte konnten die mydealz-Betreiber auch in mindestens einem anderen Land Europas kaufen. Mehr als die Hälfte dieser Produkte (52,8 Prozent) waren im Ausland günstiger als in Deutschland. Wer beim Online-Shopping auch international die Preise vergleicht, kann also bares Geld sparen.

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Die ASIN hilft, im Ausland Schnäppchen zu finden

 

Wie genau aber können Verbraucher im Ausland echte Schnäppchen finden und weshalb unterscheiden sich die Preise auch innerhalb Europas so stark voneinander? Beide Fragen lassen sich recht leicht beantworten: Die Preise sind immer das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Zwilling ist zum Beispiel eine Marke aus Solingen bei Düsseldorf und bei uns in Deutschland bekannter als in Frankreich. Deshalb ist in Deutschland auch die Nachfrage höher und Amazon kann das Besteckset hier bei uns teurer verkaufen als über seine französischen Plattform. 

 

Ähnlich wirken sich Angebot und Nachfrage auf die Preise aller anderen Produkte aus. Weil die Marktsituation von Land zu Land verschieden ist, unterscheiden sich auch die Preise, zu denen Amazon bestimmte Produkte verkaufen kann. Und weil sich selbst innerhalb Europas oft auch die Vorlieben und Konsumtrends unterscheiden, sind viele bei uns beliebte Produkte im Ausland preiswerter.

 

Am leichtesten lassen sich Preise übrigens mithilfe der Amazon Standard Identification Number (kurz: ASIN) vergleichen. Jedes Produkt, das Amazon anbietet, hat eine eindeutige ASIN. In Deutschland zeigt Amazon die ASIN auf der Produktdetailseite im Absatz „Produktinformation“ an. Mithilfe der ASIN können Verbraucher das Produkt ganz einfach auch bei einem ausländischen Amazon-Ableger finden. Sie müssen hierfür lediglich die ASIN in die Suchmaske eingeben und die „Enter“-Taste auf ihrer Tastatur drücken.

 

Amazon-Plattformen sind weltweit gleich aufgebaut

 

Auch ohne Französisch, Spanisch oder Italienisch sprechen zu können, können Verbraucher recht leicht, in einem anderen Land bei Amazon bestellen: Weltweit hat Amazon die Menüführung und auch den Bestellprozess nämlich gleich aufgebaut. Wer häufiger bei Amazon in Deutschland bestellt, findet sich so auch recht leicht bei einem der ausländischen Amazon-Pendants zurecht. 

 

Um ganz sicher zu gehen, können Verbraucher den Browser „Google Chrome“ nutzen. Dieser Browser wird vom Suchmaschinenkonzern Google angeboten und ist standardmäßig mit der Erweiterung „Google Translate“ ausgestattet. Mit „Google Translate“ können Nutzer fremdsprachige Internetseiten mit nur einem Mausklick ins Deutsche übersetzen und so ohne jedes Sprachhindernisse im Ausland bei Amazon bestellen.

 

Trotz Auslands-Bestellung kommt das Päckchen oft aus einem deutschen Lager

 

Neu anmelden müssen sich Verbraucher übrigens nicht, wenn sie beispielsweise in Frankreich bei Amazon bestellen möchten: Wenn sie schon in Deutschland bei Amazon registriert sind, können sie sich mit ihrer E-Mailadresse und ihrem Passwort auch ganz einfach bei jeder anderen Amazon-Plattform anmelden. Nur ihre Bankverbindung oder Kreditkartendaten müssen sie bei der ersten Bestellung auf einer anderen Amazon-Plattform neu eingeben.

 

Prime-Kunden müssen allerdings eine bittere Pille schlucken: Ihre Statusvorteile gelten nicht im Ausland. Versandkostenfrei können auch Prime-Kunden also nicht auf einer ausländischen Amazon-Plattform bestellen. Bei der Lieferzeit müssen sie allerdings keine großen Abstriche machen: Sofern vorrätig, verschickt Amazon bestellte Produkte aus dem Lager, das am nächsten zur Lieferanschrift liegt. Wer in Deutschland wohnt und im Ausland bestellt, erhält sein Päckchen also sehr wahrscheinlich aus einem Lager in Deutschland. Probleme mit dem Zoll lassen sich hierdurch auch bei Bestellungen beim britischen Amazon meist vermeiden.

 

Vor allem Mode ist im Ausland günstiger

 

Blind drauflos shoppen sollten Verbraucher allerdings nicht. Die Gefahr, enttäuscht zu werden, ist groß. Tatsächlich nämlich warten auch bei Amazon im Ausland nicht nur Schnäppchen. In manchen Warengruppen fanden die Shopping-Experten von mydealz bei ihrer Studie so gut wie keine Auslands-Schnäppchen. In anderen Warengruppen hingegen war die Schnäppchendichte vergleichsweise groß. 

 

Einen Blick ins Ausland sollten Verbraucher vor allem dann werfen, wenn sie Damen-Jacken oder Drucker und Scanner kaufen möchten. In beiden Warengruppen war die „Schnäppchendichte“ extrem hoch: Jeweils 84,2 Prozent aller Damenjacken sowie Drucker und Scanner waren bei der Stichprobe im Ausland preiswerter als in Deutschland. Bei Damenjacken betrug die durchschnittliche Ersparnis 12,6 Prozent (17,53 Euro), bei Druckern und Scannern sogar 18,1 Prozent (15,38 Euro).

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In etwa acht von zehn Fällen verkaufte Amazon auch Damenhosen (80,0 Prozent), Pullover für Herren (79,0 Prozent) und Jacken für Kinder sowie Sportartikel (beide: 77,8 Prozent) über seine ausländischen Plattformen zu günstigeren Preisen als über seine deutsche Seite. Im Ausland konnten die Shopping-Experten von mydealz auch drei von vier Handtaschen und Schuhen für Kinder zu vergleichsweisen niedrigen Preisen kaufen.

 

Insgesamt zeichneten sich 25 der fünfzig Warengruppen dadurch aus, dass Amazon mehr als die Hälfte der Produkte über seine ausländischen Plattformen zu niedrigeren Preisen als in Deutschland verkaufte. Vor allem für Modefans kann sich der Einkauf im Ausland lohnen: 15 der 25 Warengruppen sind dem Bereich „Mode“ zuzuordnen. Und auch viele Technikprodukte wie die oben schon erwähnten Drucker und Scanner oder beispielsweise auch Gaming-Komponenten (66,7 Prozent), Smartphones (64,3 Prozent), Küchen- und Haushaltsgeräte (63,2 Prozent) oder Tablet-PCs (61,5 Prozent) sind im Ausland meist preiswerter als hierzulande. 

Software, Schreibwaren und Babyartikel in Deutschland günstiger

 

Die Jagd nach Auslands-Schnäppchen dürfte Verbraucher bei zwanzig der 25 Warengruppen stark an die sprichwörtliche Suche nach der Stricknadel im Heuhaufen erinnern. Allen voran Software sowie Bürobedarf und Schreibwaren (jeweils: 83,3 Prozent) sind in Deutschland meitens preiswerter als im Ausland. Das Gleiche trifft auch auf Babyartikel (80,0 Prozent) sowie Haustierbedarf (77,8 Prozent):  Bei Produkten aus diesen Warengruppen müssen Verbraucher Glück haben, um sie bei einem der ausländischen Amazons preiswerter als in Deutschland zu kaufen.

 

Große Hoffnungen auf ein Auslandsschnäppchen sollten sich Verbraucher auch nicht machen, wenn sie auf der Suche nach preiswerten Filmen oder nach günstigem Heimwerkerbedarf sind: Jeweils zwei von drei Produkten aus diesen Warengruppen verkaufte Amazon in Deutschland zu niedrigeren Preisen als in Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien.

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Hier bei uns können Verbraucher unter anderem auch Drogerieartikel (64,7 Prozent), Spielzeug, Make-up (jeweils 63,2 Prozent), Smart-Home-Produkte (61,1 Prozent) sowie Spirituosen oder Videospiele und -konsolen (56,3 Prozent) meist günstiger bestellen als im Ausland. 

 

Das heißt nicht, dass Verbraucher im Ausland keine Schnäppchen aus den oben genannten Warengruppen finden können. Die Chancen stehen bloß nicht allzu gut, auf einem der übrigen europäischen Amazon-Plattformen ein Schnäppchen zu finden.  

 

In Deutschland ist Online-Shopping am zweitgünstigsten 

 

Insgesamt haben wir Deutschen übrigens keinen Grund, uns über hohe Preis zu beschweren: Online-Shopping ist hierzulande so günstig wie in kaum einem anderen Land. Das macht der direkte Preisvergleich für die 480 Produkte deutlich, die die Shopping-Experten von mydealz in allen sechs Ländern bei Amazon kaufen konnten. In Schweden waren diese Produkte mit einem Durchschnittspreis von 89,22 Euro am günstigsten, in Großbritannien mit einem Durchschnittspreis von umgerechnet 105,05 Euro am teuersten.

 

Deutschland lag im direkten Vergleich auf dem zweiten Rang der günstigsten Shopping-Länder: Amazon verkaufte die 480 Produkte hier im Schnitt für 91,81 Euro. In Großbritannien war Amazon also satte 14,4 Prozent teurer und in Schweden gerade einmal 2,8 Prozent günstiger.

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Italien lag auf Rang drei der günstigsten Länder: Die 480 Produkte kosteten hier mit 98,43 Euro 7,2 Prozent mehr als in Deutschland. Schon etwas tiefer müssen die Franzosen in die Tasche greifen: Die 480 Produkte kosteten im Schnitt 99,72 Euro – also 8,6 Prozent mehr als in Deutschland. Spanien entpuppte sich im direkten Preisvergleich übrigens als zweitteuerstes Land: Die 480 Produkte kosteten beim spanischen Amazon im Durchschnittlich 103,23 Euro und damit 12,4 Prozent mehr als in Deutschland.

 

 

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Hinweis zur Methodik:

 

Die oben getätigten Aussagen basieren auf einem Preisvergleich, den das Verbraucherforum mydealz am 1. und 2. Februar 2021 vorgenommen hat. Berücksichtigt wurden 1.000 Produkte aus fünfzig Warengruppen, die zum Zeitpunkt der Stichprobe bei Amazon die Top-20 der Bestsellerliste gebildet haben, also entsprechend stark nachgefragt wurden. Verglichen hat mydealz die Preise von Amazon in Deutschland mit den Preisen von Amazon in Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien.

 

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Über mydealz:

 

mydealz (https://www.mydealz.de) wurde im Jahr 2007 von Fabian Spielberger als Blog gegründet und ist heute mit 50,9 Millionen Kontakten pro Monat die größte Social-Shopping-Plattform. 6,7 Millionen Konsumenten (Unique User) nutzen die mydealz-App und mydealz-Plattform jeden Monat, um Angebote zu teilen und zu bewerten und so Produkte zu den besten Konditionen am Markt zu finden. Seit 2014 ist mydealz Teil der Pepper.com-Gruppe, die als weltweit größte Shopping-Community neben Deutschland auch in Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland und Spanien betreibt. Monatlich nutzen 25 Millionen Verbraucher die zwölf Pepper-Plattformen, um sich über aktuelle Angebote auszutauschen und 12.000 Kaufentscheidungen pro Minute zu treffen.

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